UBFDAADDEU
Логотип ZDES

Kreativität, Gemeinschaften und öffentliche Räume russischer und europäischer Städte

artsDieser Forschungsbereich beschäftigt sich mit öffentlichen Räumen europäischer und russischer Gemeinschaften, in denen verschiedene Akteurinnen aufeinander treffen und interagieren. Dadurch erschließen sie neue soziale und kulturelle Felder.

Im Zentrum unseres Interesses stehen die Interaktionen ökonomischer, politischer und kultureller Kontexte, ideologischer Orientierungen sowie kulturelle und professionelle Hintergründe individueller Akteurinnen und ihr Beitrag zur Entstehung und Entwicklung von Gemeinschaften. Der Forschungsbereich ist daher durch die Vereinigung von Sozial-, Kultur-, Stadt-, Organisations-, und Kognitivwissenschaften sehr interdisziplinär angelegt.

Ein Teil der Forschung findet zusammen mit dem Forschungsbereich ‘Network Structures in Germany, Europe, and Russia’ statt. Gemeinsam durchgeführte Vorhaben sind beispielsweise das Projekt ‘Dynamiken sozio-kultureller Netz-werkstrukturen: Eine Analyse europäi-scher Kreativ-Kollektive’.

Anfang 2019 startete das ZDES außerdem ein neues internationales Projekt namens ‘Creation of knowledge on ecological hazards in Russian and European local communities’ (2019-2021, Co-PIs: Nikita Basov und Kseniia Puzyreva, ZDES). Gefördert wird es durch die Russian Science Foundation. Das Projekt untersucht wie Risikowissen durch das Zusammenspiel von Expertinnenwissen und lokalem Wissen in dörflichen, überschwemmungsgefährdeten Gemeinschaften in Russland, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, den Niederlanden und Italien entsteht. Ziel ist es den Fokus auf die Mechanismen hinter institutionellem und lokalem Wissen in regionalen Gemeinschaften richten. Gleichzeitig sollen Wege aufgezeigt werden, um das gemeinschaftliche Engagement und die Kenntnis hinischtlich Hochwasserschutz zu erhöhen. Das Projektteam schließt Forschenden aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und Australien sowie russischen Soziologinnen von der Staatlichen Universität St. Petersburg ein.

arts 2Ein weiteres Projekt ist das seit 2015 bestehende ARTS4CITY Studio, welches in Zusammenarbeit mit dem European National Institutes of Culture Network (EUNIC) und dem Goethe Institut in St. Petersburg entstanden ist. Mittlerweile fördert ARTS4CITY interdisziplinäre Forschung und Projekte im Bereich der zeitgenössischen, urbanen Kultur in St. Petersburg. Die Projekte verbinden europäische und russische Künstlerinnen, Forscherinnen, Urbanistinnen mit den Einwohnerinnen von St. Petersburg. 2017 startete ARTS4CITY in Zusammenarbeit mit dem Fund for Real Estate of the Government of St. Petersburg das ‘Arte Punctura’ Projekt, das eine kulturelle Neugestaltung der post-industriellen ‘Red Triangle’ (RT) Zone in St. Petersburg anstrebt. Des Weiteren finden eine Vielzahl von ZDES-Events über das ARTS4CITY Studio statt. Dazu zählen u.a. das unkommerzielle POLE Festival, internationale Workshops wie ‚Genius Loci‘ und ‘Art Revitalization of Industrial Territories’, Diskussionsvorträge wie ‘Changing industrial territories. What can artists do?’ sowie ‘The grey belt’, und viele weitere.

Außerdem profitieren im Rahmen dieses Forschungsbereichs eine Reihe von assoziierten ZDES Forscherinnen sowie weitere Sozial- und Geisteswissenschafterinnen von finanzieller, administrativer und beratender Unterstützung für ihre Forschungstätigkeiten in Deutschland und Europa. So konnte beispielsweise die Studie von Anastasia Halauniova von der Universität Amsterdam, unter dem  Titel ‘Urban Aesthetics in Post-Socialist City with German Past: Practices of Assessing and Producing Aesthetic Properties of Architecture’ und das Projekt ‘Social history of Russian Berlin in the 1920s’ von Konstantin Kotelnikov von der Staatliche Universität St. Petersburg gefördert werden. 

Für Forschende besteht zudem die Möglichkeit eigene Workshops, Seminare, Vorlesungen usw. zu organisieren, die vom ZDES unterstützt werden können. In der Vergangenheit wurden Workshops wie ‘Gendered (In)visibilities: Contemporary Art and Curatorial Practice in Russia and Europe’, ‘Creative labour in transition’ und ‘Artistic education between tradition and experiment’ von der ehemaligen ZDES Doktorandin Margarita Kuleva, NRU ‘Higher School of Economics’ gefördert.